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Nach dem Burnout: Wie Hypnose und Coaching bei der Erholung helfen

Die akute Phase des Burnouts ist vorbei. Du hast dich etwas erholt und hast Abstand gewonnen. Tief in deinem Inneren weisst du: Einfach so weiterzumachen wie bisher wird nicht funktionieren. In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse darüber, was nach einem Burnout wirklich hilft und wie ich Menschen in dieser Phase mit Hypnose und Coaching begleite.

hoffnungsvolle Frau nach überstandenem Burnout, Cordula Mezias Hypnosepraxis Basel
Hoffnungsvolle Frau; Bild mit KI erstellt

Nach dem Burnout: Die eigentliche Arbeit beginnt

Wenn die akute Phase vorbei ist und du wieder etwas mehr Boden unter den Füssen hast, beginnt die nächste wichtige Etappe. Viele Menschen, mit denen ich über ihren Burnout gesprochen habe, hatten Schwierigkeiten, die Dynamik hinter der Erschöpfung zu begreifen.

Wie kann ich erfassen, was in mir passiert ist?

Um dir vor Augen zu führen, was bei der Erschöpfung passiert, vergleiche ich das häufig mit einem inneren Reservoir. Stelle dir ein Schwimmbecken vor, das einen bestimmten Wasserpegel hat. Immer wenn Wasser herausgenommen wird, aber kaum etwas nachließt, sinkt der Pegel. Am Anfang geht das vielleicht langsam und man merkt es kaum. Man funktioniert weiter, reisst sich zusammen, macht noch ein bisschen weiter.
Irgendwann ist der Wasserpegel zu niedrig. Dann reicht manchmal eine scheinbar kleine zusätzliche Belastung und das ganze System kollabiert und Menschen entwickeln einen akuten Burnout. Eine Auszeit kann etwas Erholung bringen und den Wasserpegel wieder anheben. Aber sie füllt das Becken in der Regel nicht komplett auf, denn dafür braucht es mehr.

Wie geht es weiter?

Nach einem Burnout einfach in sein altes Leben zurückzukehren, funktioniert für die wenigsten. Die Gefahr, wieder in ähnliche Muster und Verhaltensweisen zu rutschen, wäre einfach zu gross. Sich mit diesen unbequemen Fragen auseinander zu setzen, fordert Mut und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

  • Was waren die Auslöser für den Burnout?
  • Was gilt es zu verändern?
  • Welche meiner Bedürfnisse wollen ab jetzt gelebt werden?
  • Wer bin ich eigentlich, wenn ich mich nicht nur über das Funktionieren definiere?
  • Wie will ich weiterleben?
  • Was für eine Arbeitsperspektive kann ich zukünftig entwickeln?

Diese Fragen, kannst du als groben Leitfaden für die Auseinandersetzung mit der eigenen Situation verstehen. Betroffene können sie sich meistens erst dann stellen, wenn sie sich bis zu einem gewissen Grad erholt haben.

Was ist nach einem Burnout wichtig

Basierend auf meiner Erfahrung kannst du die folgenden drei Ebenen wie einen Weg anschauen, den man gehen kann.

Das Nervensystem entlasten

Es ist kein Geheimnis, chronischer Stress hinterlässt Spuren im Nervensystem. Viele Menschen sind nach einem Burnout nicht einfach „wieder fit“, weil sie eine Zeit lang nicht gearbeitet haben. Der Mensch und sein Nervensystem braucht Zeit, Ruhe und eine neue Sicherheit. Es ist elementar wichtig, aus dem Kampfmodus herauszukommen. Und dafür müssen der Körper und das Nervensystem die Erfahrung machen: Ich muss nicht mehr die ganze Zeit kämpfen.

Die Muster verstehen und verändern

Sich selbst besser zu verstehen und sich mit sich auseinander zu setzen, ist hilfreich. Welche inneren Antreiber waren aktiv? Welche Überzeugungen haben dazu geführt, dass ich so lange über meine Grenzen gegangen bin? Welche Rolle spielten Schuldgefühle, Perfektionismus, Verantwortungsgefühl oder Angst vor Ablehnung?

Diese Muster sind nicht nur rational. Sie sind tief im Körper, im Nervensystem und im Unterbewusstsein verankert. Hypnose kann mit inneren Bildern und Suggestionen dabei helfen, Überzeugungen und emotionalen Mustern zu bearbeiten, die rein rational oft schwer erreichbar sind. Es ist natürlich keine schnelle Zauberlösung, sondern ein Weg zu sich selbst.

Das Unterbewusstsein aufräumen sich neu ausrichten

Viele Menschen tragen nach einem Burnout nicht nur Erschöpfung in sich. Häufig erleben sie auch Scham, machen sich Selbstvorwürfe und haben Angst vor einem Rückfall oder vor ihren eigenen alten Überzeugungen. Fragen, die ich von Betroffenen häufig gehört habe, sind: „Warum habe ich es nicht früher gemerkt?“
Oder „Warum habe ich das zugelassen?“
Oder „Stimmt etwas nicht mit mir?“

Wie du siehst, kommt einiges zusammen und dann fragt man sich vielleicht:

Wie geht ein Lösen genau vor sich?

Man kann diese unterschiedlichen Glaubenssätze und beteiligten Gefühle mit einer Zwiebel vergleichen. Jede dieser Schichten, das heißt Emotionen, Glaubenssätze und Erinnerungen, will gesehen, anerkannt, gewürdigt und gelöst werden. Basierend auf meiner Erfahrung ist genau das für eine Regeneration und Neuausrichtung des eigenen Lebens sehr hilfreich. Das passiert natürlich bei jedem Menschen in seinem Tempo.

Im Unterbewusstsein zu arbeiten bedeutet also, diese inneren Schichten nicht nur zu besprechen, sondern ihnen auf einer tieferen Ebene zu begegnen und zu einer Neuregulierung anzuregen. Damit eine neue Basis und mehr Frieden, Selbstmitgefühl und eine neue Klarheit entstehen kann.

Beispiele aus der Praxis: Wie ich mit Betroffenen arbeite

Wie man mit der Hypnose arbeiten kann, habe ich schon oben beschrieben. Ausserdem geht es darum, bestimmte Dinge im eigenen Bewusstsein zu verändern und dabei helfen Elemente aus dem Coaching. Bei einer Behandlung nach einem Burnout geht es mir nicht darum, Menschen zu optimieren. Wie das in der Praxis aussehen kann, möchte ich dir anhand von zwei Menschen zeigen, die ich nach ihrem Burnout begleitet habe. – Die Namen habe ich aus Datenschutzgründen und zur Wahrung der Privatsphäre geändert.

Michael: Erst stabilisieren, dann hinschauen

Michael arbeitete in einer leitenden Position in der Gastronomie. Schon in jungen Jahren hatte er sich hochgearbeitet, war engagiert, verlässlich und selbstverständlich jederzeit erreichbar. Über Jahre hielt er ein hohes Arbeitspensum durch, bis eines Tages gar nichts mehr ging. Mitten bei der Arbeit bekam er eine Panikattacke, die ihn komplett aus dem Alltag riss. Nichts ging mehr, an weiter funktionieren war nicht mehr zu denken.

Als er zu mir kam, war er bereits seit einiger Zeit krankgeschrieben. Als erstes begannen wir dafür zu sorgen, dass er die Angst in den Griff bekam. Mit der Zeit stabilisierte er sich. Erst dann war eine tiefere Arbeit möglich.

In der nächsten Phase schauten wir genauer hin und suchten nach Antworten auf die Fragen: 
Was hatte überhaupt zu diesem Zustand geführt? 
Welche inneren Muster, welche Antreiber, welche Erwartungen an ihn selbst hatten den Burnout begünstigt? 
Was galt es neu auszurichten oder zu korrigieren? Und wo durfte etwas komplett Neues entstehen?

Erst nach dem erlebten Zusammenbruch entstand bei ihm der Raum dafür, seine Bedürfnisse wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Die Veränderung passierte in seinem Tempo und Schritt für Schritt. Nach einiger Zeit war er wieder in der Lage, sich eine neue berufliche Perspektive vorzustellen. Über ein Eingliederungsverfahren gelang ihm schliesslich der Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Es war sehr berührend mitzuerleben: Er wurde nicht nur wieder arbeitsfähig, sondern hatte gelernt besser für sich zu sorgen und nicht mehr ständig über die eigene Grenze zu gehen.

Nina: Tiefe innere Heilung statt weiter zu funktionieren

Ninas Weg sah anders aus. Sie kam nach einem langen Leidensweg und einem Burnout zu mir. Sie war nicht nur erschöpft, sie fühlte sich innerlich komplett leer. Nina wollte den Burnout hinter sich lassen und die Ursachen und Zusammenhänge verstehen. Dafür war sie bereit, die notwendigen Schritte für ihre innere Befreiung zu gehen.

Im Laufe unserer Arbeit kamen bei ihr sehr viele Kindheitsthemen hoch. Auch alte Mobbingerfahrungen am Arbeitsplatz meldeten sich zu Wort. Sie stellte fest, wieviel sie getan hatte, um akzeptiert zu werden und wie sehr sie sich über all die Jahre selbst verloren hatte. Sich damit zu konfrontieren war nicht immer leicht, aber sie hatte sich auf die Prozesse eingelassen und ist drangeblieben.

Mit der Zeit hat sie gelernt, ihre Grenzen zu spüren und sie zu respektieren. Es wurde ihr immer klarer, dass sie zukünftig am Arbeitsplatz zu sich selbst stehen und sich nicht länger verbiegen wollte. Sie hat eine ganz neue Haltung sich selbst gegenüber entwickelt. Heute hat sie eine neue Arbeitsstelle und kann sich wieder mit neuem Schwung und Freude im Berufsleben einbringen.

Wie wir zusammenarbeiten können

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann melde dich gerne bei mir. Im Gespräch finden wir heraus, wie mögliche Schritte für dich und deine Situation aussehen könnten. Ich freue mich von dir zu hören.

Herzliche Grüße
Cordula

PS: Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass ich hier keine Heilversprechen abgebe und Hypnose keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung ersetzt.

Häufige Fragen zu Hypnose und Burnout

Kann Hypnose bei Burnout unterstützen?
Ja, Hypnose kann unterstützend wirken, vor allem wenn es darum geht, innere Muster, Stressreaktionen und alte Überzeugungen zu verändern. Sie sollte bei schweren Symptomen eines ausgeprägten akuten Burnouts aber nicht als Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlung verstanden werden. Falls du dich fragst, wie Hypnose überhaupt funktioniert? In meinem Artikel „So kannst du Hypnose verstehen – ihre Geschichte, Wirkung und praktische Anwendung“ bekommst du einen guten Einstieg.

Was hilft bei ersten Burnout-Signalen?
Wichtig ist es, die Signale ernst zu nehmen. Hilfreich kann eine Entlastung sein, das Bewusstwerden der eigenen Grenzen, ehrliche Gespräche mit dem Umfeld und häufig auch am Arbeitsplatz. Sofortmassnahmen wie Bewegung, Ruhe, Schlaf und die Arbeit an inneren Antreibern können unterstützen. Sollten die Signale länger andauern, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Wann sollte ich mir wirklich professionelle Hilfe suchen?
Wenn du über längere Zeit erschöpft bist, kaum noch schlafen kannst, dich innerlich leer oder hoffnungslos fühlst, starke Ängste entwickelst, körperliche Beschwerden hast oder deinen Alltag nicht mehr gut bewältigen kannst, solltest du dir Unterstützung holen.

Kann ich mit Hypnose auch vorbeugend arbeiten?
Ja, aus meiner Erfahrung kann Hypnose auch vorbeugend hilfreich sein. Besonders dann, wenn du merkst, dass du immer wieder über deine Grenzen gehst, schlecht abschalten kannst oder von inneren Antreibern bestimmt wirst. In der Hypnose können wir mit den unbewussten Mustern arbeiten, die dich immer wieder in dieselbe Überforderung bringen. In meinem Artikel „Burnout: Was neben Urlaub und Auszeit wirklich hilft“ findest du, was bereits vor und während eines Burnouts wichtig ist.

Ist Hypnose nach einem Burnout sinnvoll?
Nach einem Burnout kann Hypnose unterstützend sein, um innere Antreiber, Selbstvorwürfe, alte Glaubenssätze und Stressmuster zu bearbeiten. Wichtig ist dabei, dass die Arbeit individuell auf deine Situation abgestimmt wird und nicht mit Druck oder einem festen Schema erfolgt.

Wo kann ich mit dir arbeiten?
Der erste Schritt ist ein kostenloses Gespräch, in dem wir gemeinsam anschauen, wo du gerade stehst und was du brauchst.
Meine Praxis befindet sich in Basel. Ich arbeite auch online mit Menschen in der Schweiz, Deutschland und Österreich und anderen Ländern. Ob Online für deine Situation passend ist, klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.

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